Mietwohnungen

Also so vom Prinzip her find ich Mietwohnungen gar nicht schlecht. Ab und an ist man gezwungen umzuziehen und dabei mistet man dann auch aus. Alles was im Keller oder sonstwo steht, was man schon lange nicht mehr in der Hand hatte und an dem nicht gerade das Herz hängt kann weg. So mache ich das zumindest.

In der letzten Woche habe ich zusammen mit meiner Schwester und deren Freund das Haus meines Vaters leergerämt. Also eigentlich nur den Dachboden da der Rest vermietet ist. Zuerst dachten wir ja noch das es das ein oder andere Brauchbare dort oben gibt. Aber weit gefehlt. Und nachdem wir dann erstmal das ganze Holz aus dem Fenster geworfen hatten war klar, mit normalen PKW’s werden wir dieser Menge nicht mehr Herr. Also haben wir einen 10 (in Worten zehn) Kubikmeter Container gemietet. Und der war nachher bis oben voll mit dem Holz.

Bis dahin wars ja eigentlich schon schlimm genug, aber der Dachboden war immer noch voll! Tja da haben wir dann noch einen 10 Kubikmeter Container gemietet. Und auch den haben wir voll bekommen!

Jetzt stapelt sich noch der ganze Sondermüll in der Garage. Das kommt davon wenn man Sammelleidenschaft mit einem Job in der Chemischen Industrie verknüpft. Ich seh ich schon die nächsten Monate am Schadstoffmobil stehen ….

Jetzt warte ich auf die Rechung für die Container und denke so bei mir das die Geschichte mit der Mietwohnung doch so Ihre vorteile hat.

Absolute Giganten

ich hab mir gerade nach langer langer Zeit mal wieder Absolute Giganten angeschaut. Das ist einfach der Film mit dem absolut coolsten Ford Granada Coupe mit Vinyl Dach!!!!!

Und definitiv das aller coolste Tischkicker Spiel aller Zeiten!!!!

Eine Zugfahrt die ist lustig, eine Zugfahrt die ist schön …

… wenn man viel und vor allem schon morgens trinkt.

Ich fahre in letzter Zeit öfter morgens mit dem Zug von Stuttgart nach Mannheim. Da man im Speisewagen meist Kaffee und eine Sitzplatz ergattern kann versuche ich normalerweise dort unterzukommen. Was mich jedesmal, und auch heute wieder, erstaunt ist das es Fahrgäste gibt die sich morgens um 07.45 Uhr das erste Bier reintun. Da bekomm ich beim zusehen schon würge reiz …

Jesus Christus Erlöser

Das Gesicht füllt die komplette Leinwand. Eingfallene Wangen, dunkelblondes schulterlanges Haar. So sieht man ihn über weite Teile des Films auf der Leinwand. Klaus Kinski hatte am 20. November 1971 die Deutschlandhalle in Berlin gemietet. Dort wollte er einen, von ihm selbst verfassten Text, über Jesus Christus vortragen. Das ganze wurde damals mit der Kamera festgehalten und kommt jetzt als Dokumentarfilm in die Kinos.

Was vielleicht gar nicht so bekannt ist: neben seiner Filmkarriere hat er schon früh Text vor Publikum vorgetragen. Dabei waren Texte von Kurt Tucholsky, Friedrich Nietzsche, François Villon und auch das Neue Testament. Und das konnte er! Das beweist auch dieser Film.

Anfangs meint man eine gewisse Nervosität zu beobachten. Was aber auf jeden Fall deutlich wird ist wieviel ihm dieser Text bedeutet. Später sieht man sogar Tränen in seinen Augen.

Die Vorstellung wird immer wieder durch Zwischenrufe von Zuschauern unterborchen. Kinski flippt das ein oder andere mal aus. Das ist aber fast verständlich, zumal die Zwischnrufe teilweise schon wirklich ziemlich hanebüchen sind (ein Dank an die Tontechnik, die es geschafft hat das man diese versteht, obwohl alles nur über das Mikrofon von Kinski aufgenommen wurde). Einmal kommt ein Zuschauer sogar auf die Bühne und will “jetzt auch mal was sagen”. Wo gibts den sowas?

Auf youtube findet man den ein oder anderen Ausschnitt  dieser Veranstaltung. Schade ist das es bei diesen Ausschnitten immer nur um den Effekt, den Skandal geht.

Alles in allem keine leichte Kost aber wirklich sehenswert!

Reutlingen

Vor einigen Jahren habe ich mal in Reutlingen gearbeitet. Damals hab ich mir vorgenommen mal mit dem Rad dorthin zu fahren. Da ich gewissermaßen dazu verdonnert wurde Überstunden abzubauen, und das Wetter heute wirklich super war bin ich da heute mit dem Rad mal hingefahren. Etwas verschätzt hatte ich mich mit der Strecke, ich dachte so 70 bis 80 Kilometer werdens wohl sein. Naja, nach 94 Kilometern hab ich das Ortsschild gesehen und ca. vier Kilometer später war ich dann auch in der Innenstadt.

Ich bin Ludwigsburg erst mal zum Neckar gefahren. Das ist ganz angenehm weil es eh nur den Berg runtergeht. Von dort kann man dann wunderschön nach am Neckar entlang nach Canstatt fahren. Dort gehts dann über den Wasen zum neuen Mercedes Benz Museum. Wenn man ein wenig Glück hat (ich hatte heute keins) kann man die VFB Kicker beim Training sehen wenn man dort am Platz vorbeifährt. Von dort gings aber auf jeden Fall weiter zur S-Bahn Haltestelle Canstatter Wasen, was alles in allem ziemlich ungeschickt ist. Denn wenn man schon so weit ist hat man den Fahrradweg nach Esslingen verpasst :-( Also nochmal umgedreht. Die Einfahrt zum weg ist ganz hinten auf einem Parkplatz, wenn ich da nicht schonmal gefahren wäre, ich würde jetzt noch danach suchen.

Bis Esslingen fährt man dann meist recht idyllisch am Neckar entlang und so ca. nach den ersten 50 Kilometern ist man dann in Plochingen. Dort dann am Hundertwasser Haus vorbei (auf dem gegenüberliegenden Parkplatz muss man noch mit DM zahlen :-)

schild.jpg

Ich hoffe Sie haben Ihre 5.- DM Münze dabei). So, dacht ich mir, jetzt muss ja langsam der schöne Teil der Strecke beginnen (obwohl ja, wich ich bereits erwähnt habe die Strecke bis jetzt ziemlich idyllisch war). Tja aber was soll ich sagen. Kurz hinter Plochingen (so bei Wendlingen war das glaub ich) fährt man meist direkt an der Strasse, und vom Neckar sieht man dann meist auch nicht viel. Offiziell heisst der Radweg zwar immer noch Neckartalradweg, aber wieso er das tut hat sich mit nicht erschlossen.

Aber weiter im Text. Nach Plochingen kommt man (mehr oder weniger) am Neckar entlang nach Wernau, Wendlingen, Unterensingen, Nürtingen, Neckartailfingen und dann schliesslich nach Neckartenzlingen. Das einzig interessante auf diesem Stück war eigentlich das Schild einer Gastwirtschaft: “Hauseigener Kuchen”.Ich frag mich immer noch was das wohl zu bedeuten hat. Ist der Kuchen Eigentum des Hauses und kann deshalb nur angesehen werden? Oder kam gar ein Gast vorbei und hat aus lauter Dankbarkeit dem Haus einen Kuchen geschenkt? So ein bisschen ärgere ich mich ja jetzt das ich nicht angehalten und gefragt hab. Aber so ist das eben manchmal.

Aufgrund meiner manchmal etwas schwachen Leistung beim Kartenlesen bin ich dann statt nach Mittelstadt nach Bempflingen gefahren, das heisst ich habe die Strecke am Neckar etwas verlassen. Macht aber nix. So bin ich dann über Riederich nach Metzingen und von dort aus nach Reutlingen gefahren. In Riederich hab ich dann, weil ich’s versprochen hatte, meinen Kollegen angerufen. Der war dann total begeistert weil der erste Wohnort den er als alter Bremer im Süddeutschen vereinnahmt hatte war, man glaubt es kaum und ich wusste bis dato wirklich nichts davon: Riederich!!!

Ja und so war ich dann nach 98 Kilometern und einem etwas entäuschenden Schnitt von nur 21,12 Km/H in Reutlingen angelangt.

So, jetzt muss ich mich aber langsam mal ferig machen fürs Kino. Das wird bestimmt grossartig, ein Film über Klaus Kinski: “Kinski - Jesus Christus Erlöser“. Wenn das Wetter morgen nicht so gut ist schreib ich ja vielleicht was drüber …

Solaris

Heute habe ich eine 18 GB Festplatte, die ich letzte Woche bei EBay fuer 6,50 Euro ersteigert habe bekommen.

Sofort habe ich die in meine Sun Ultra 60 eingebaut und OpenSolaris 10 05/08 installiert. Das hat eine weile gedauert, aber versuch mal Windows Vista auf einem 10 Jahre alten PC zu installieren ….

Plan9 (aber nicht from outer Space) Teil 1

Ich bin ja so ein wenig ein Fan der Betriebssysteme mit dem x im Namen (mit zwei ausnahmen: bei Solaris ist kein x im Namen und Mac OS/X kenn ich nicht).

Seit einigen Jahren wird an den Bell Labs, das sind die Nachfolger jener bei welchen ursprünglich mal UNIX auf der PDP11 entwickelt wurde,  ein “Nachfolger” entwickelt. Der hat den Namen Plan9 angelehnt an den Legendären Science-Fiction Film”Plan 9 from outer Space” von Ed Wood. Das Konzept des “alles ist ein File” soll bei diesem Betriebssystem wirklich für alles gelten, z.B. auch für Netzwerkressourcen. Natürlich kann so ein neues Betriebssystem nicht ohne eine grafische Oberfläche daherkommen, deswegen wurde “rio” dazugebaut. Der “root”Benutzer heißt hier glenda, auch in Anlehnung an einen Ed Wood Film.

Hört sich alles ziemlich interessant an, oder? Also gut, gleich mal ausprobieren.

Da das ganze Open Source ist und von http://plan9.bell-labs.com/plan9/download.html heruntergeladen werden kann, stellt auch das kein Hindernis dar.

Also gedacht getan!

Da ich ja nun zwar schon so den einen oder anderen Rechner bei mir zuhause rumstehen habe, aber keinen nur für Plan9 reservieren wollte musst das ganze in einer Virtuellen Maschine laufen.

Als erstes habe ich mich an VirtualBox von Sun versucht. RPM Paket von https://cds.sun.com/is-bin/INTERSHOP.enfinity/WFS/CDS-CDS_SMI-Site/en_US/-/USD/ViewProductDetail-Start?ProductRef=innotek-1.6-G-F@CDS-CDS_SMI für das entsprechende Host Betriebssystem herunterladen. Dann einfach das Paket installieren (in meinem Fall für Fedora Core 9):

rpm -ivh VirtualBox-1.6.2_31466_fedora9-1.i586.rpm

Jetzt kann mit dem erstellen der Virtuellen Maschine begonnen werden. Das erstellen, verwalten und ändern von virtuellen Maschinen geschieht mit dem Befehlt VBoxManage. VM anlegen:

VBoxManage createvm plan9

Noch eine virtuelle Platte mit 1 GB anlegen:

VBoxManage createvdi -filename plan9.dsk -size 1024

Diese “Platte” muss noch registriert werden:

VBoxManage registerimage disk plan9.dsk

Jetzt der VM noch ein wenig mehr Speicher gönnen

VBoxManage modifyvm -memory 512M

Und schon kann damit gearbeitet werden:

VBoxSDL -hda .VirtualBox/VDI/plan9.dsk -cdrom Download/plan9.iso -vm plan9

Damit startet die Virtuelle Maschine und bootet vom CD Image. Ach ich vergaß: damit ein Benutzer mit VirtualBox arbeiten kann muss er der Gruppe vboxusers angehören.

Auf diese Weise konnte ich plan9 installieren. Allerdings war das ganze ziemlich zäh und die “Load” anzeige die Plan9 bei der Installation zeigt hatte immer ca. 15.000 Interrupt anfragen. Ich habe ein wenig mit den Parametern der virtuellen Maschine rum gespielt, aber ohne erfolg.

Also zweiter Versuch mit qemu-kvm. Die Installation unter Fedora Core 9 ist ziemlich einfach:

yum install kvm

Damit hat man dann schon alles was man benötigt. Natürlich muss auch hier eine Image Datei für die virtuelle Platte erzeugt werden:

dd if=/dev/zero of=plan9.dsk bs=1024 count=1024000

damit bekommt man ein Image von (nicht ganz) 1GB. Gestartet wird die VM nun über:

qemu-kvm -cdrom Download/plan9.iso plan9.dsk -m 512

Und schon gehts los:
plan9_1.pngplan9_2.png

Die Installation kann beginnen. Diesmal gibts auch keine Probleme mit den Interrupts.

Nach der Installation und dem ersten Login (mit dem Benutzer glenda, das ist gewissermaßen der “root” Benutzer von plan9) sieht das ganze dann so aus.

plan9_3.png

So genug für heute. Fortsetzung folgt …

Ich bin nicht allein

Seit einiger Zeit arbeite ich an einem Projekt für einen Kunden. Dort wird die JPA mit der Implementierung Toplink Essentials verwendet.

Was mich das Ding Nerven gekostet hat!!!!!! Manchmal hab ich den Eindruck da sind mehr Fehler als funktionierende Features drin. So ein paar Highlights sind:

  • Die Umsetzung von EJBQL (oder JPQL) in SQL funktioniert nicht fehlerfrei. Wenn man es geschickt anstellt (so wie ich) baut er einen Select der ein kartesisches Produkt zurückliefert.
  • Laut Dokumentation lässt sich über einen Hint festlegen wie gecached werden soll. In einem Master Detail Modell funktioniert das aber immer nur für den Master…
  • Zumindest im OC4J kann ich nur einen persistence Provider verwenden. Das ist ja ganz prima, und was mache ich wenn ich Daten aus mehr als einer Datenbank benötige?
  • Das schreiben über merge funktioniert nicht zuverlässig. Ich hab wirklich an mir gezweifelt, aber es stimmt: Ab und zu vergisst der Toplink Essentials einfach Daten in die Datenbank zu schreiben. Obwohl ich ihm schon mit einem explizitem Merge gesagt habe er soll das tun! Mir war nicht möglich darin in irgendeiner Form einen Determinismus zu erkennen!
  • Und da kommt dann auch schon der nächste Bug: wenn der merge bei einem Detail Objekt einen Update machen soll dann “vergisst” er das auf jeden Fall!

So schön die JPA ist, mit Toplink Essentials kann man das nicht verwenden! Da ist man nur am Workaround bauen.

Ich habe schon einige sachen mit JPA und Hibernate gemacht. Der ist zwar jetzt auch nicht so ganz ohne, aber er hat (zumindest bei mir) immer ohne Probleme funktioniert.

Jetzt habe ich aber heute das hier auf diesem Blog entdeckt:

“For now I’ll keep using OpenJPA until the Glassfish people can make Toplink Essentials stop sucking so damn much. OpenJPA is a bit more pedantic anyway, and that’s a good thing. My code should end up tighter as a result”

Ich glaub ich muss mir mal OpenJPA angucken.

Spazierstöcke

Jetzt muss ichs doch schreiben! Obwohl es bestimmt schon hundert andere auch getan haben. Aber manchmal nervts halt einfach.

Seit einigen Jahren sind ja Spazierstöcke wieder modern. Anders als früher hat man nicht nur einen sondern gleich zwei davon (schliesslich hat man ja auch zwei Hände, oder?). An sich ist das ja auch nix schlimmes. Das Problem ist nur das die Menschen die damit Spazierengehen in der Regel selbiges in Ortsrandgebieten in Rudeln tun. Und weil die Ärzte sagen das man sich beim Sport nicht überanstrengen soll, also sich nur soweit belasten soll das man nebenher auch noch problemlos Reden kann, wird auch ständig ausprobiert ob man sich schon überanstrengt hat. Das wär ja prinzipiell auch nicht weiter schlimm. Schlimm ist nur das die Rudel sämtliche Wege in voller breite Ausnutzen. Wenn man dann mit dem Rad von hinten an eine solche Gruppe herankommt wird garantiert jegliches Klingeln ignoriert (oder einfach nicht gehört, schliesslich muss man ja ausprobieren ob man sich nicht schon überanstrengt hat). Was dann dazu führt das man jedes mal abbremsen und laut rufen muss “Entschuldigung, könnten sie mich bitte durchlassen!”. Und eigentlich ists auch egal ob man von hinten oder von vorn an eine solche Gruppe herankommt, da diese eigentlich ständig damit beschäftigt ist zu überprüfen ob sich die einzelnen Mitglieder schon übersanstrengt haben können sie sich ja leider nicht auf ihre Umwelt konzentrieren.

So, das musste mal gesagt werden!

Hammerstein oder der Eigensinn

Letztens hab ich von Hans Magnus Enzensberger “Hammerstein oder der Eigensinn” gelesen.

Das Buch handelt von dem General Hammerstein, und seiner Familie. Er bis war vor der “Machtergreifung” der Nazis “Chef der Heeresleitung”, das war sowas wie der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, obwohl es dieses Amt nach den Richtlinien des Versailler Vertrags gar nicht geben durfte. Nach der Machtergreifung, nachdem Hitler in der Dienstwohnung von Hammerstein seine Kriegspläne dargelegt hat, ist er dann zurückgetreten.

Auch seine Kinder waren damals nicht gerade Anhänger der Nazis. Seine Töchter haben irgendwie alle mit der KPD konspiriert und zwei seiner Söhne wurden nach dem 20. Juli 1944 gesucht und mussten sich verstecken (auch wenn nur einer tatsächlich direkt am 20. Juli beteiligt war).

Eine durch und durch faszinierende Geschichte die von durch und durch faszinierenden Menschen handelt.

Das ganze ist keine trockene Lektüre sondern ganz im Gegenteil sehr locker geschrieben. Vor allem die Form (es gibt z.B. postume Interviews mit den Protagonisten) macht das ganze leicht verständlich.

Also eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.