Archive für Donnerstag den 10. Juli 2008

Reutlingen

Vor einigen Jahren habe ich mal in Reutlingen gearbeitet. Damals hab ich mir vorgenommen mal mit dem Rad dorthin zu fahren. Da ich gewissermaßen dazu verdonnert wurde Überstunden abzubauen, und das Wetter heute wirklich super war bin ich da heute mit dem Rad mal hingefahren. Etwas verschätzt hatte ich mich mit der Strecke, ich dachte so 70 bis 80 Kilometer werdens wohl sein. Naja, nach 94 Kilometern hab ich das Ortsschild gesehen und ca. vier Kilometer später war ich dann auch in der Innenstadt.

Ich bin Ludwigsburg erst mal zum Neckar gefahren. Das ist ganz angenehm weil es eh nur den Berg runtergeht. Von dort kann man dann wunderschön nach am Neckar entlang nach Canstatt fahren. Dort gehts dann über den Wasen zum neuen Mercedes Benz Museum. Wenn man ein wenig Glück hat (ich hatte heute keins) kann man die VFB Kicker beim Training sehen wenn man dort am Platz vorbeifährt. Von dort gings aber auf jeden Fall weiter zur S-Bahn Haltestelle Canstatter Wasen, was alles in allem ziemlich ungeschickt ist. Denn wenn man schon so weit ist hat man den Fahrradweg nach Esslingen verpasst :-( Also nochmal umgedreht. Die Einfahrt zum weg ist ganz hinten auf einem Parkplatz, wenn ich da nicht schonmal gefahren wäre, ich würde jetzt noch danach suchen.

Bis Esslingen fährt man dann meist recht idyllisch am Neckar entlang und so ca. nach den ersten 50 Kilometern ist man dann in Plochingen. Dort dann am Hundertwasser Haus vorbei (auf dem gegenüberliegenden Parkplatz muss man noch mit DM zahlen :-)

schild.jpg

Ich hoffe Sie haben Ihre 5.- DM Münze dabei). So, dacht ich mir, jetzt muss ja langsam der schöne Teil der Strecke beginnen (obwohl ja, wich ich bereits erwähnt habe die Strecke bis jetzt ziemlich idyllisch war). Tja aber was soll ich sagen. Kurz hinter Plochingen (so bei Wendlingen war das glaub ich) fährt man meist direkt an der Strasse, und vom Neckar sieht man dann meist auch nicht viel. Offiziell heisst der Radweg zwar immer noch Neckartalradweg, aber wieso er das tut hat sich mit nicht erschlossen.

Aber weiter im Text. Nach Plochingen kommt man (mehr oder weniger) am Neckar entlang nach Wernau, Wendlingen, Unterensingen, Nürtingen, Neckartailfingen und dann schliesslich nach Neckartenzlingen. Das einzig interessante auf diesem Stück war eigentlich das Schild einer Gastwirtschaft: “Hauseigener Kuchen”.Ich frag mich immer noch was das wohl zu bedeuten hat. Ist der Kuchen Eigentum des Hauses und kann deshalb nur angesehen werden? Oder kam gar ein Gast vorbei und hat aus lauter Dankbarkeit dem Haus einen Kuchen geschenkt? So ein bisschen ärgere ich mich ja jetzt das ich nicht angehalten und gefragt hab. Aber so ist das eben manchmal.

Aufgrund meiner manchmal etwas schwachen Leistung beim Kartenlesen bin ich dann statt nach Mittelstadt nach Bempflingen gefahren, das heisst ich habe die Strecke am Neckar etwas verlassen. Macht aber nix. So bin ich dann über Riederich nach Metzingen und von dort aus nach Reutlingen gefahren. In Riederich hab ich dann, weil ich’s versprochen hatte, meinen Kollegen angerufen. Der war dann total begeistert weil der erste Wohnort den er als alter Bremer im Süddeutschen vereinnahmt hatte war, man glaubt es kaum und ich wusste bis dato wirklich nichts davon: Riederich!!!

Ja und so war ich dann nach 98 Kilometern und einem etwas entäuschenden Schnitt von nur 21,12 Km/H in Reutlingen angelangt.

So, jetzt muss ich mich aber langsam mal ferig machen fürs Kino. Das wird bestimmt grossartig, ein Film über Klaus Kinski: “Kinski - Jesus Christus Erlöser“. Wenn das Wetter morgen nicht so gut ist schreib ich ja vielleicht was drüber …

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